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Homöopathie


Ähnlichkeitsgesetz

Der Arzt Samuel Hahnemann ( 1755-1845 ) gründete und entwickelte die klassische Homöopathie. Er entdeckte 1790 bei einem Selbstversuch, dass Chinarinde ähnliche Krankheitszeichen an gesunden Menschen hervorbringt, wie sie am Kranken zu heilen vermag. Das Ähnlichkeitsgesetz war gefunden! „Similia similibus curentur“
Ein Beispiel: Die Zwiebel erregt, wenn wir sie in der Küche aufschneiden, Jucken in den Augen, Tränen und Fliessschnupfen. Genau diese Art von Schnupfen mit juckenden, tränenden Augen kann durch das Mittel alium cepa, die Küchenzwiebel, geheilt werden.


Arzneimittelprüfung

In seinem langen Leben prüfte Samuel Hahnemann über 30 Mittel an sich selbst und in Zusammenarbeit mit Freunden. Dabei wurde ein Mittel mehrmals nacheinander in der gleichen Potenz eingenommen. Alle neuen Erscheinungen an Körper und Psyche wurden notiert und gesammelt. Dadurch entstanden Arzneimittelbilder. Im Laufe der Zeit kamen noch viele Mittel dazu. Es sind heute mehr als 2000. Diese Arzneimittelbilder bilden die Grundlage der homöopathischen Verschreibungen.


Dynamisation

Samuel Hahnemann entwickelte ein Herstellungsverfahren, in dem die Mittel stark verdünnt, verschüttelt und verrührt ( dynamisiert ) werden. Diese so hergestellten Mittel wirken sanft, nachhaltig und vor allem ohne die Nebenwirkungen, welche wir von herkömmlichen Arzneien kennen. Noch heute werden homöopathische Mittel genau nach den Kriterien Hahnemanns hergestellt und angewandt.


Lebenskraft

Die Idee Hahnemanns: In uns wirkt eine Kraft, die unsern Körper in bewundernswürdigem Einklange hält und uns ermöglicht, uns nach freiem Willen zu entfalten.
Wenn der Mensch krank ist, so ist nur seine Lebenskraft verstimmt. Weil diese Kraft geistartig ist, so braucht der Mensch auch eine geistartige Arznei, welche diese Lebenskraft wieder ins Gleichgewicht oder den Körper in den gesunden Zustand bringt.


Nicht klassisch homöopathisch!

Handelsübliche Komplexmittel für Husten, Schnupfen, Halsschmerzen.....
sind homöopathisch hergestellte Arzneien.
Sie sind in ihrer Mischung jedoch nicht so geprüft, wie Hahnemann das gefordert hat.

Wer klassisch homöopathisch arbeitet, gibt nur ein Mittel, welches zu allen Symptomen, die der Kranke hat, genau passt.
Homöopathische Mittel sollten nicht wiederholt gegeben werden. Die Gefahr einer ungewollten Arzneimittelprüfung ist gross! Weitere Details und Ausführungen an meinen Vorträgen

 

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